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Mobirise

„Wollen es wieder besser machen“

Bericht von Frank Höhmann
vom 27.10.2018

Heute Abend um 19 Uhr müssen die Göppinger Bundesliga-Handballerinnen bei der HSG Bad Wildungen ran.

Erdmännchen können selbst Bisse giftigster Schlangen wegstecken. Wie es um die Immunität der Göppinger Bundesligahandballerinnen beim Spiel bei den Giftschlangen der HSG Bad Wildungen steht, wird sich am heutigen Samstag ab 19 Uhr zeigen, wenn sich beide Vereine in der Sporthalle Enseschule am sechsten Spieltag gegenüberstehen.

Erdmännchen zeichnen sich ferner durch einen starken Verbund aus. Jeder bleibt wachsam, um die anderen bei drohenden Gefahren warnen und Eindringlinge attackieren zu können. Zusammen angreifen, klug verteidigen, von den Mitspielerinnen profitieren und den Vipers die Giftzähne ziehen: das wollen die Frisch-Auf-Frauen heute Abend beim ersten von vier Auswärtsspielen in Folge. Am kommenden Mittwoch geht es im Pokal nach Bietigheim, vor der Europameisterschaftspause stehen dann noch das Derby in Nellingen und die Partie in Bensheim an.

Keine Gefahr für die Vipers geht von Michaela Hrbkova aus. Nach ihrer Augenoperation fällt die Torschützin vom Dienst voraussichtlich bis Ende dieses Jahres aus. Ein herber Schlag für das Team von Trainer Aleksandar Knezevic, war Hrbkova gerade erst nach überstandenem Muskelfaserriss in der linken Wade auf die Platte zurückgekehrt und in Leverkusen gleich beste Werferin (10/6). Ihr erneuter Ausfall trifft die Göppingerinnen hart, „sehr hart“, wie Knezevic anmerkt. Der Kader der Frisch-Auf-Frauen ist nicht groß und ein solcher Ausfall nur schwer zu kompensieren. So kommt auf den Rest des Teams neben mehr Verantwortung auch wieder mehr Belastung zu. Die dringend benötigten Verschnaufpausen reduzieren sich auf ein Minimum, gefährden damit irgendwann Konzentration und Präzision. Doch werden sich die Frisch-Auf-Frauen nicht kampflos geschlagen geben. „Auch beim Heimspiel gegen Oldenburg mussten wir auf Michaela verzichten, aber wir haben es gewonnen.“

Mit Bad Wildungen treffen die Grün-Weißen auf keinen übermächtigen, aber sehr soliden und unangenehmen Gegner, dem es in der vergangenen Spielzeit als einzigem Club gelang, den Meister Thüringer HC zu schlagen. „Wir werden wieder alles reinwerfen und versuchen, etwas aus Nordhessen mitzunehmen. Die Regeneration, die uns vor dem Spiel gegen Metzingen gefehlt hat, hat uns nun sehr gut getan“, berichtet Knezevic. Zwei Spiele in vier Tagen, noch dazu nach einer solchen Intensität wie in Leverkusen, ließen sich nicht einfach so aus dem Ärmel schütteln. Viele technische Fehler und eine schwache Schiedsrichterleistung taten ihr Übriges zur letztlich deutlichen Derbyschlappe, der ersten Niederlage in der laufenden Spielzeit.

„Das Metzingen-Spiel haben wir abgehakt“, sagt Johanna Schindler. „Wir wissen, dass da nicht alles gepasst hat und wollen es in Bad Wildungen wieder besser machen.“ Trotz des Fehlens von Michaela Hrbkova fahre man nicht ohne Hoffnungen auf Zählbares zu den Vipers. „Wir sind eine gute Mannschaft und wenn wir einen guten Tag haben, ist alles möglich. Wir haben gegen Oldenburg bewiesen, dass es auch ohne Michaela laufen kann, auch wenn es durch ihre Verletzung für uns jetzt nicht gerade einfacher wird“, sagt die Göppinger Spielgestalterin, die es mit Annika Blanke und Prudence Kinlend im Rückraum somit wieder alleine richten muss. Gegen einen Kontrahenten, der laut Knezevic „mehr Qualität in der Breite“ hinzugewonnen hat. „Wir sind auf allen Positionen doppelt gut besetzt“, schürt Trainerin Tessa Bremmer deshalb reichlich Zuversicht. Unter anderem schlossen sich Kreisläuferin Annika Ingenpaß von der TuS Metzingen und Torhüterin Anne Bocka vom TV Nellingen den Giftschlangen an.

Ein Wiedersehen gibt es mit der letztjährigen Göppingerin Maxime Struijs, die nach anfänglichen Eingewöhnungsproblemen sich zuletzt immer besser im Team von Trainerin Tessa Bremmer zurechtfand. Der anvisierte achte Tabellenplatz scheint im Bereich des Möglichen. Die neuerliche Teilnahme am Final-Four-Turnier um den DHB-Pokal ist es nicht mehr: In Runde zwei unterlag die HSG beim amtierenden Pokalsieger VfL Oldenburg mit einem Tor Unterschied.

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Die FRISCH AUF Frauen sind eine Handballmannschaft aus dem schwäbischen Göppingen, die seit 1999 in der Bundesliga spielt. Das Motto der Göppingerinnen lautet "Handball mit Gefühl!"

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