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Zumindest keine weite Anreise

Bericht von Frank Höhmann
vom 30.10.2018

Am Mittwoch um 20 Uhr geht es für die Frisch-Auf-Frauen mit dem Achtelfinalderby im DHB-Pokal bei der SG BBM Bietigheim weiter

Es geht Schlag auf Schlag für die Göppinger Bundesliga-Handballerinnen: Weil die SG BBM Bietigheim am Sonntag in der Champions League beim FTC Hungaria im Einsatz ist und diesem Termin Priorität eingeräumt wird, wird das Achtelfinalderby der württembergischen Kontrahenten bereits am heutigen Mittwoch ausgetragen. Spielbeginn in der Sporthalle am Viadukt ist um 20 Uhr.

Die Freude nach dem Erreichen der nächsten Runde mit dem 34:28-Erfolg beim Zweitligisten BSV Sachsen Zwickau wich vier Tage später schnell der Ernüchterung: „Das Los hat es wirklich nicht gut gemeint mit uns. Aber wir lassen nichts unversucht, um die Sensation zu schaffen. Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“, sagt Trainer Aleksandar Knezevic. Wieder müssen die Frisch-Auf-Frauen auswärts antreten. Noch dazu bei einem der beiden stärksten Vereine der Bundesliga. Immerhin halten sich die Reisestrapazen in Grenzen und so dürften sich die Göppingerinnen der Unterstützung etlicher Fans gewiss sein, die an Halloween dem Meister des Jahres 2017 gemeinsam mit ihrem Team Angst einflößen wollen. Als Vorbild dient dem Knezevic-Team der Oldenburger Sieg im Endspiel der vergangenen Spielzeit, damals konnten die Nordlichter beim 29:28 völlig überraschend den Titelgewinn feiern. „Vielleicht erwischen wir einen Sahnetag und Bietigheim einen nicht ganz so guten Tag“, hofft Knezevic.

Allerdings steht Bietigheims Coach Martin Albertsen ein Kader der Extraklasse zur Verfügung, in den seit dieser Saison auch Maura Visser nach ihrer Schwangerschaft zurückgekehrt ist. Zuletzt immer stärker wurde Nationalspielerin Kim Naidzinavicius, die beim Bietigheimer Husarenstreich in der Champions League gegen den Topfavoriten CSM Bukarest (30:28) elf Treffer erzielte. In der Liga ist Bietigheim noch ungeschlagen, führt zusammen mit dem Thüringer HC das Feld an und setzte sich am Wochenende beim Buxtehuder SV ungefährdet durch (30:24). Der zum Saisonende auslaufende Vertrag mit Albertsen wurde jüngst um ein weiteres Jahr bis 30. Juni 2020 verlängert. „Wir sind mit unserem Projekt noch lange nicht am Ende“, sagt der Däne, der vor allem international mit seiner Mannschaft auftrumpfen und zu einem ernsthaften Widersacher der Topteams Bukarest, Györ oder dem aufstrebenden Brest werden möchte.

Mit solchen Zielen können die Frisch-Auf-Frauen nicht dienen. Sie möchten den haushohen Favoriten heute Abend so lange wie möglich ärgern und wieder ihr großes Kämpferherz an den Tag legen. Der 24:21-Sieg in Bad Wildungen verlieh weiteres Selbstvertrauen. Edit Lengyel im Tor erwies sich wie schon in den Partien zuvor als zuverlässiger Rückhalt. Ana Petrinja trumpfte von der Siebenmeterlinie auf und wies bei ihren sechs Versuchen eine hundertprozentige Trefferquote auf. Höchste Konzentration und Präzision sind auch am Mittwoch gefordert, um eine Chance zu haben. „Gegen eine Mannschaft wie Bietigheim darfst du dir so gut wie keine Schwächephase erlauben und es muss so gut wie alles passen“, weiß Knezevic. In der vergangenen Saison ist dies gelungen: In der EWS-Arena konnten die Frisch-Auf-Frauen dem Favoriten ein Remis abtrotzen (24:24). Vielleicht gelingt den Göppingerinnen im Pokalderby trotz der kurzen Regenerationszeit eine erneute Energieleistung. Und es gibt Süßes für sie und Saures für den Nachbarn.

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Über Uns 

Die FRISCH AUF Frauen sind eine Handballmannschaft aus dem schwäbischen Göppingen, die seit 1999 in der Bundesliga spielt. Das Motto der Göppingerinnen lautet "Handball mit Gefühl!"

Da auch das Männerteam von FRISCH AUF! in der Bundesliga am Ball ist, wird Göppingen gerne als "Handball-Hauptstadt" bezeichnet.