Noch an der Konstanz feilen

Sieg und Niederlage für die Frisch-Auf-Frauen in ihren ersten beiden Vorbereitungsspielen in der heimischen EWS-Arena: Gegen den Zweitligisten VfL Waiblingen siegte das Team von Trainer Aleksandar Knezevic am Freitag standesgemäß 31:22 (14:8). Tags darauf unterlag sein Team dem Ligakonkurrenten HSG Bensheim/Auerbach 28:29 (12:17).

In beiden Partien zeigten die Göppinger Bundesliga-Handballerinnen bereits gute Ansätze. Feilen müssen sie noch an der Konstanz. Deutlich mehr Qualität dürften die Göppingerinnen in dieser Spielzeit im Rückraum haben. Die Neuzugänge Romy Morf-Bachmann und Roxana Ioneac bewiesen in ihren ersten beiden Spielen für die Grün-Weißen einen guten Zug zum Tor und warteten mit einigen wuchtigen Würfen aus der zweiten Reihe auf. Acht ihrer insgesamt neun Tore erzielte Morf-Bachmann in Hälfte zwei des Vorbereitungsspiels gegen Bensheim. Die Partie gegen die „Flames“ wurde vor dem Wechsel verloren, als die Göppingerinnen zu wenig Struktur im Angriff erkennen ließen und den Gegner immer wieder zu einfachen Toren einluden. So lag Frisch Auf schnell 2:6 und 4:9 zurück. Mit vier Toren in Serie schienen die Einheimischen auf Betriebstemperatur gekommen zu sein, doch Bensheim konnte sich wieder auf fünf Tore absetzen (8:13) und führte zur Pause 12:17.

Nach dem Wechsel präsentierten sich die Grün-Weißen ganz anders, agierten variabel und mit mehr Dynamik, Druck und Power. So war nach Anja Bruggers Treffer in der 36. Minute der Ausgleich hergestellt (18:18). In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung mit von den beiden Schiedsrichterinnen zu vielen verhängten Zeitstrafen. So musste Lina Krhlikar neun Minuten vor dem Ende nach ihrer dritten Zwei-Minuten-Strafe vorzeitig zuschauen. Die Führung wechselte bis zum Schluss hin und her, keine der beiden Mannschaften konnte sich mit mehr als einem Tor Differenz absetzen. Als Frisch Auf beim Stande von 28:27 bis zum Ende erneut in Unterzahl spielen musste, auf der Gegenseite ein Foul an Morf-Bachmann aber ungeahndet blieb, konnten die Gäste mit zwei „Empty goals“ sich einen knappen Erfolg sichern.

Im Testspiel gegen den Zweitligisten VfL Waiblingen wurde Frisch Auf seiner Favoritenrolle gerecht und ließ nichts anbrennen. Nach 15 Minuten hieß es vor 100 Zuschauern 7:2. Über 10:5 ging es mit einem Sechs-Tore-Vorsprung in die Pause (14:8). Nach dem Wechsel schlichen sich Unkonzentriertheiten bei den Abschlüssen und in der Defensive ein, die der Gast nutzte, um auf 17:14 heranzukommen. Nach einer Auszeit hatten sich die Gastgeberinnen bis zu 46. Minute wieder abgesetzt (22:16) und führten nach Annika Blankes Treffer in der 54. Minute erstmals mit neun Toren. Diese lagen auch nach 60 Minuten zwischen den beiden Kontrahenten (31:22).

Gab Blanke nach ihrer im Leverkusen-Spiel erlittenen Knieverletzung gegen Waiblingen ihr Comeback, fehlt Knezevic vorerst seine Vize-Kapitänin Iris Guberinic, die an einer Entzündung der Bizepssehne im rechten Schulterbereich laboriert. „Das tut noch ziemlich weh. Jetzt muss ich mich leider erst einmal mit Fahrradfahren begnügen.“ Und so trat Guberinic in die Pedale und beobachtete die beiden Testspiele ihrer Teamkolleginnen am Freitag und Samstag vom Rad aus. Ihre Position teilten sich gegen Waiblingen Ana Petrinja und Larissa Scholastique aus der zweiten Mannschaft. Gegen Bensheim wechselten sich Petrinja und Annika Blanke auf Rechtsaußen ab. Im Kader stand in Anja Schwenk eine weitere Spielerin aus dem Unterbau. Sie erzielte gegen Waiblingen einen Treffer. Beide hoffen, auch das Erlebnis Players Night mitnehmen zu dürfen. Um 18.15 Uhr treffen die Frisch-Auf-Frauen am Samstag auf den LC Brühl/St. Gallen aus der Schweiz, ehe das Männerteam gegen den FC Porto mit Ex-Coach Magnus Andersson antritt.

Frank Höhmann


Frisch-Auf-Frauen gegen Waiblingen:

Zec (1.-30.), Jankovic (ab 31.); Schindler (4), Hrbkova (13/7), Krhlikar (2), Morf-Bachmann (2), Adamkova (3), Ioneac (3), Brugger (1), Blanke (2), Petrinja, Schwenk (1), Scholastique.

Frisch-Auf-Frauen gegen Bensheim/Auerbach:

Jankovic (1.-30.), Zec (ab 31.); Schindler (1), Hrbkova (2/1), Krhlikar, Morf-Bachmann (9/1), Adamkova (2), Ioneac (5), Brugger (6), Blanke (2), Petrinja (1/1), Schwenk, Scholastique.