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Mobirise

Knie wird weiter untersucht

vom 25.02.2020
Bericht von Frank Höhmann

Noch keine Klarheit bei Jasmina Jankovic

Mit dem 34:26-Erfolg bei den Kurpfalz Bären Ketsch haben die Göppinger Handballdamen einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt vollzogen. Ein Sieg noch, dann sollte es eigentlich reichen, um vorzeitig die weitere Ligazugehörigkeit zu sichern.

Allerdings müssen die Frisch-Auf-Frauen die zwei erkämpften Punkte in Ketsch womöglich teuer bezahlen. Wie berichtet, verletzte sich Torhüterin Jasmina Jankovic nach etwa zehn Minuten Spielzeit ohne Fremdeinwirkung am Knie und konnte nicht mehr weiterspielen. Eine genaue Diagnose steht noch nicht fest, das Knie wird in den nächsten Tagen weiter untersucht, wenn die Schwellung etwas abgeklungen ist. „Solange es noch nicht definitiv ist, besteht weiterhin die Hoffnung, dass die Verletzung doch nicht so gravierend ist“, sagt Trainer Aleksandar Knezevic. Bis auf Weiteres fällt die mit Spitznamen „JJ“ gerufene Torhüterin der Frisch-Auf-Frauen jedoch aus.

Somit müssen es erst einmal Branka Zec und Edit Lengyel richten. Lengyel beendete nach der vergangenen Saison ihre Karriere und konzentrierte sich auf ihre Aufgabe als Torwarttrainerin, erklärte sich aber bereit, genau für solche Fälle wie jetzt bei Jankovic als Standbye-Torhüterin einzuspringen. Im Heimspiel gegen die Neckarsulmer Sport-Union hatte Lengyel einen Kurzeinsatz bei einem Siebenmeter und hielt diesen. „Sie hat eine 100-Prozent-Quote“, scherzt Knezevic, dessen ohnehin nicht gerade üppiger Kader sich in dieser Spielzeit immer wieder ausdünnte.

Der Ausfall von Jankovic ist der negative Höhepunkt einer schon elend langen Verletzungsmisere, die bereits in der Vorbereitung bei der stellvertretenden Spielführerin Iris Guberinic (Entzündung der Bizepssehne) begann. Die Seuche setzte sich gleich am zweiten Spieltag fort: Beim 20:24 in Blomberg zog sich Roxana Ioneac einen Mittelhandbruch zu und fehlte mehrere Monate. Beim ersten Heimsieg der Saison gegen die Kurpfalz Bären Ketsch (34:26), dem dritten Spiel, erwischte es Michaela Hrbkova (Wade) und Anja Brugger (Schulter). Mitte der ersten Saisonhälfte fiel dann Annika Blanke aus, die bei der Partie in Dortmund (20:32) einen Nasenbeinbruch erlitt. Auch Kapitänin Johanna Schindler stand aufgrund einer Blessur am Sprunggelenk einige Partien nicht zur Verfügung.

Alles in allem ging und geht es bei den Göppingerinnen angesichts dieser Widrigkeiten nur ums nackte Überleben. Wenn am Ende zwei Mannschaften hinter ihnen stehen, kann man die Spielzeit als erfolgreich verbuchen, zumal die Frisch-Auf-Frauen das Final-Four-Turnier im DHB-Pokal erreicht haben, das am Wochenende 23./24. Mai in der Stuttgarter Porsche-Arena ausgetragen wird. Mit einem Heimsieg gegen Bensheim am Samstag könnte das Knezevic-Team vorübergehend auf Platz acht in der Tabelle klettern.

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